Greetsiel

Ostfriesland -Urlaub an der Nordsee

Moin und herzlich willkommen in Ostfriesland mit seinen Ostfriesischen Inseln, der Nordsee-Küste und dem maritimen Binnenland

Von den Ostfriesischen Inseln in der Nordsee bis ins Binnenland erstreckt sich eine Landschaft, die abwechslungsreicher nicht sein könnte. Die Tradition rund um den Tee, die plattdeutsche Sprache, der ostfriesische Humor und der besondere Menschenschlag machen Ostfriesland einzigartig. Hier können Sie ihren Urlaub auf verschiedene Arten genießen und entspannen – Wann kommen Sie uns besuchen?

Ostfriese

Unsere Sprache

Plattdütsk – dat is heel wat besünners! Ostfriesland gilt als die einzige Region Norddeutschlands, in der konsequent im Alltag plattdeutsch gesprochen wird…Der bekannte Gruß “Moin” ist eine Verkürzung des Satzes “‘n mooien Dag wünsch ik di” (= einen schönen Tag wünsche ich dir). Dieser Gruß wurde später umgangssprachlich gekürzt zu “moin Dag” und letztendlich zu dem allseits bekannten “Moin”.  Daher kann Moin den ganzen Tag über benutzt werden: “Ich wünsche einen schönen Morgen, Tag oder Abend” Das ostfriesische Platt ist die niederdeutsche Volkssprache in Ostfriesland. Plattdeutsch ist als Regional- oder Minderheitensprache der Europäischen Charta anerkannt und wird in Ostfriesland sowohl im Berufs- als auch im Alltagsleben gepflegt.

Um die Bedeutung dieser in der Gesellschaft verankerten Sprache zu unterstreichen, hat die Ostfriesland Tourismus GmbH in der Broschüre “Ostfriesland Kulturland” bewusst plattdeutsche Kapitelüberschriften ausgewählt – Übersetzung natürlich inklusive. Sätze wie “Eerstmal en Koppke Tee” oder “He, wat moi!” lassen sich auch prima im Alltag verwenden.

Theater

Niederdeutsches Theater: Plattdeutsch erleben

 

Eine unterhaltsame Art, Plattdeutsch näher kennenzulernen, ist der Theaterbesuch an einer der Niederdeutschen Bühnen. Die aufgeführten Bühnen und Theater sind dem Niederdeutschen Bühnenbund angeschlossen und garantieren qualitatives niederdeutsches Theater.

Ostfriesenwitz

Unser Humor

Der Ostfriesenwitz und seine Geschichte – Die Grundstruktur dieser Witze ist in der Regel ein einfaches Frage-Antwort-Schema, bei dem zumeist eine vermeintliche Dummheit der Ostfriesen herausgestellt wird. Gelegentlich kommt auch der umgekehrte Fall eines Witzes vor, in dem die Ostfriesen die Klügeren sind, wobei für die Gegenseite meist eine Bevölkerungsgruppe aus dem Süden Deutschlands eingesetzt wird. In Ostfriesland selbst werden diese Witze zumeist gelassen genommen. Begrüßt und anerkannt wird der positive Effekt der größeren Bekanntheit des relativ kleinen Ostfrieslands durch eben jene Witze. Der Typus des Ostfriesenwitzes entstand Ende der 1960er Jahre und löste eine der ersten großen, landesweiten Witzewellen in Deutschland aus. Anders als bei anderen Witzen über Bevölkerungsgruppen, ist für den Ostfriesenwitz die Entstehungsgeschichte relativ genau bekannt. Das Gymnasium in Westerstede im Ammerland, einer Nachbarregion Ostfrieslands, wurde und wird auch von ostfriesischen Schülern besucht. Wie bei vielen anderen benachbarten Regionen gibt es auch zwischen den Bevölkerungen Ostfrieslands und des Ammerlands immer wieder Sticheleien und Neckereien. Auf dem besagten Gymnasium gipfelten diese in den Jahren 1968 und 1969 in einer von dem Schüler Borwin Bandelow in der Schülerzeitung „Der Trompeter“ veröffentlichten Serie namens „Aus Forschung und Lehre“. In dieser wurde über den sogenannten „Homo ostfrisiensis“ berichtet, den vermeintlich unbeholfenen und dummen Bewohner Ostfrieslands. Wiard Raveling, selbst Ostfriese und Lehrer an diesem Gymnasium, hat 1999 die „Geschichte des Ostfriesenwitzes“ in Buchform veröffentlicht. Was auf die Serie in der Schülerzeitung folgte, war eine Witzewelle, die sich zunächst in der Region verbreitete, aber schon bald über Rundfunk, Zeitungen und Zeitschriften in ganz Deutschland publik wurde. Medien wie der stern oder der Spiegel berichteten über die kuriosen Nachbarschaftsstreitigkeiten zwischen Ostfriesen und Ammerländern – und verbreiteten dabei nebenbei die Witze weiter. Diese wurden schon bald an das Schema der kurz zuvor in den 1960ern in den USA aufgekommenen Polenwitze angepasst und zahlreiche Varianten, auch von Witzen über andere Bevölkerungsgruppen, übernommen. Schon 1971 brachte der ostfriesische Humorist und Chansonnier Hannes Flesner mehrere Langspielplatten mit den damals neuen Ostfriesenwitzen heraus („Ostfriesland, wie es lacht und singt“). Später bauten u.A. die Komödianten Otto Waalkes und Karl Dall ihre Karrieren auf den Ostfriesenwitzen bzw. dem Klischee über die Ostfriesen und ihr Land auf. Spätere Witzewellen, wie etwa die in den 1980er über Bundeskanzler Helmut Kohl oder jene über Mantafahrer oder kurz darauf über Blondinen in den 1990ern übernahmen teilweise die Struktur und Inhalte der Ostfriesenwitze.

Teezeremonie

“Nu is Teetied” – Die Ostfriesische Teezeremonie

Wer in Ostfriesland Urlaub macht, kommt um das Nationalgetränk der Ostfriesen nicht umhin. Ostfriesen sind Weltmeister im Teetrinken, 300 l trinkt man hier durchschnittlich pro Kopf im Jahr. Im Laufe der Jahrhunderte ist in Ostfriesland eine echte Teekultur entstanden. 2016 wurde die ostfriesische Teezeremonie sogar in die UNESCO Liste der immateriellen Kulturgüter aufgenommen. In zahlreichen Teestuben in Ostfriesland kann man die berühmte ostfriesische Schwarztee-Mischung genießen.
Eine Teezeremonie geht in Ostfriesland wie folgt von statten: In die Teetasse, was gerne im Porzellan “Ostfriesenrose” serviert wird, kommt zuerst der Kluntje (Kandis). Dann wird der Tee eingegossen – durch den Kandis hört man es knistern. Zum Schluss wird mit einer winzigen Kelle die Sahne aufgetragen – gegen den Uhrzeigersinn versteht sich, um die Zeit anzuhalten. Durch die Sahne ergibt sich dann das bekannte “Wulkje” (Sahnewölkchen). Der Gastgeber schenkt sich immer die erste Tasse ein, um zu gucken, ob der Tee auch gut geworden ist. Dann dürfen auch die Gäste den Tee genießen. 3 Tassen Tee sind “Ostfriesenrecht”. Beim Trinken ist Schlürfen erlaubt – der Tee wird auch nicht umgerührt, man genießt jede der drei Schichten des Tees: erst die Sahne, dann den Tee, dann die Süße des Kandis. Auch der Löffel hat bei der Teezeremonie eine besondere Bedeutung. Er ist nicht zum Umrühren gedacht, sondern zeigt dem Gastgeber an, dass man nicht mehr Tee nachgeschenkt haben möchte. Wer also nach der dritten Tasse nicht den Löffel in die Tasse gestellt hat, der bekommt unaufgefordert immer wieder Tee nachgeschenkt.Wer einmal an einer traditionellen Teezeremonie teilnehmen möchte, den empfehlen wir den Besuch im Bünting Teemuseen in Leer oder im Ostfriesischen Teemuseum in Norden. Sie können dort regelmäßig an öffentlichen Teestunden teilnehmen und erhalten spannende Einblicke in die Welt des Tees.

Boßeln

Boßeln – Ostfrieslands Nationalsport Nr. 1

 

Beim Boßeln wird eine Kugel aus Holz oder Gummi von neun bis zwölf Zentimeter Durchmesser mit voller Kraft über die Straße geworfen. Die Wurftechnik ähnelt der des Kegelns. Spitzenkönner treiben die Boßelkugel 400 Meter weit. Die Spielregeln sehen vor, daß die Kugel von dem Punkt, an dem sie zur Ruhe kommt, weiter geworfen wird. Eine Mannschaft besteht aus fünf Spielern und so wird bei einem Wettkampf manchmal eine Strecke von 10 Kilometern zurückgelegt. Die Straßen sind dabei abgesperrt oder so ausgewählt, daß nur wenige Autos die Boßler stören. Ein Wettkampf dauert etwa 2 1/2 Stunden. Begleitet werden die Boßler von “Käklern” und “Mäklern” – Zuschauern und Fans, die ihre Mannschaft antreiben und die Würfe mit Kommentaren begleiten.